Investmentportfolio für Wirtschaftskrise

Die optimle Vermögensanlage: “ein Drittel in Aktien, ein Drittel in Anleihen, ein Drittel in Immobilien und ein Drittel im Ausland.”

André Kostolany

Die Welt ertrinkt in Schulden. Da an eine Rückzahlung der Schulden durch die Staaten nicht zu denken ist, müssen langfristig die Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung reduziert werden. Die Zentralbanken haben sich offenbar für die finanzielle Repression als Instrument zur Schuldenreduzierung entschieden, bei der Sparer und Geldanleger einen schleichenden Verlust zugunsten des Staates erleiden.

Die dafür notwendigen Instrumente der Notenbanken sind:

  • Gelddrucken, um die Inflation anzukurbeln,
  • Manipulation der Zinsen nach unten durch das Aufkaufen von Anleihen,
  • Kapitalverkehrskontrollen, damit das Geld nicht den Währungsraum verlassen kann und
  • Manipulation der offiziellen Inflationszahlen, damit die Notenbank die Leitzinsen nicht anheben muss.

Ob die finanzielle Repression gelingen wird, ist noch unklar. In den nächsten Jahren wird es keine einfachen Rezepte für die Geldanlage geben. Da nicht absehbar ist, aus welcher Richtung der nächste Anschlag auf Vermögen kommen wird, verbieten sich einseitige Anlagestrategie, wie die Investition der gesamten Ersparnisse in Immobilien. Sollte der Staat in den nächsten Jahren eine schnelle und verlässliche Einnahmequelle benötigen, wären Immobilienbesitzer ein einfaches Opfer.

Diversifikation heißt das Gebot der Stunde zur Vermögenssicherung. An einer Streuung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen wie Gold, Aktien, Immobilien, Cash und erstklassigen Anleihen geht daher kein Weg vorbei. Achten Sie bei Anleihen auf eine geringe Verschuldungsquote des Emittenten. Nicht nur die Anlageklassen sollte man diversifizieren sondern auch die Regionen der Geldanlage, so dass sich das Vermögen über mehrere Kontinente der Welt verteilt.

In dem Buch Weltsystemcrash empfiehlt Prof. Max Otte ein Krisendepot mit folgender Vermögensaufteilung:

  • ein Drittel Aktien oder Aktienfonds,
  • ein Drittel Immobilien und
  • ein Drittel Gold, Bargeld, Devisen und Anleihen, wobei Gold einen Anteil von 10 bis 15 Prozent ausmachen sollte.

Sehr konservativen Anlegern empfiehlt Max Otte, den Anteil des physischen Goldes auf bis zu 20 Prozent zu erhöhen und den Aktien- und Immobilienanteil etwas zu reduzieren. Da der Staat den Besitz von Gold verbieten könnte, ist ein höherer Goldanteil am Vermögen nicht ratsam.